Dr. Julika Weiß
Leiterin Forschungsfeld „Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz“ | Diplom-Ingenieurin Technischer Umweltschutz, Promotion in Wirtschaftsgeografie
Mich bewegt in den Forschungsprojekten die Frage, wie Klimaschutz im Wechselspiel von Rahmenbedingungen und individuellem Verhalten gelingen kann. Mit den Vorhaben will ich insbesondere zu einer Beschleunigung der Energiewende und zu mehr Unterstützung für diese beitragen.
- Soziale Gerechtigkeit
- Verhalten & Suffizienz
- Wärmewende
Julika Weiß ist Leiterin des Forschungsfeldes „Nachhaltige Energiewirtschaft und Klimaschutz“ und arbeitet seit 2006 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖW. Sie studierte Technischen Umweltschutz an der Technischen Universität Berlin und der Danmarks Tekniske Universitet und promovierte zum Thema Nachhaltiger Konsum an der Humboldt Universität zu Berlin. Julika Weiß leitete in den letzten Jahren zahlreiche Forschungs- und Beratungsprojekte insbesondere zur energetischen Sanierung und klimafreundlichen Wärmeversorgung von Gebäuden und Quartieren. Inhaltlich ging es dabei um technologische, ökologische und ökonomische Fragestellungen, politische Rahmenbedingungen und die beteiligten Akteure.
AktuelleForschungsschwerpunkte von Julika Weiß sind unter anderem die kommunale Wärmewende und die Möglichkeiten der Wärmeplanung, unterschiedliche Akteure vor Ort für die Wärmewende zu gewinnen; innovative technologische und soziale Ansätze und Geschäftsmodelle für gebäudeübergreifende Wärmeversorgungslösungen; Finanzierung von energetischen Sanierungen und deren sozio-ökonomische Wirkung; Rahmenbedingungen und Bedürfnisse unterschiedlicher Akteursgruppen (Mietende, selbstnutzende Eigentümer:innen, Kommunen, etc.).
Projekte
ProSuffizienz
Reduktion des Energieverbrauchs von Prosumern – Datenerfassung, -analyse und -visualisierung zur Unterstützung von Suffizienz bei Prosumer-Haushalten unter Berücksichtigung der Sektorkopplung
- Mission Strom
- Akzeptanz & Teilhabe
- Bürgerenergie
- Demokratie & Partizipation
- Digitalisierung & KI
- Kommunikation & Narrative
- Verhalten & Suffizienz
- Bürger:innen & Zivilgesellschaft
- Wirtschaft
- Wissenschaft
Nach Plänen der Bundesregierung soll bis 2030 der Stromverbrauch zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Im Vergleich zum Jahr 2008 soll der Primärenergieverbrauch um 30 Prozent sinken. Privaten Haushalten kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Denn immer mehr Haushalte konsumieren nicht nur Energie, sondern produzieren sie selbst – sie sind Prosumer.
Hierbei muss sichergestellt werden, dass Prosumer mit dem selbsterzeugten Strom sparsam umgehen, sich also suffizient verhalten. Dies ist bei immer komplexer werdenden ökonomischen und ökologischen Zielkonflikten und der…
MehrEnSanKoop
Umfassend energetisch sanierte Gebäude zur Erfolgsgeschichte machen durch gelungene Kooperation zwischen Vermietenden und Mietenden
- Mission Wärme
- Akzeptanz & Teilhabe
- Demokratie & Partizipation
- Entscheidungsprozesse & Politik
- Kommunikation & Narrative
- Koordination & Allianzen
- Soziale Gerechtigkeit
- Verhalten & Suffizienz
- Wärmewende
- Bürger:innen & Zivilgesellschaft
- Politik
- Wirtschaft
- Wissenschaft
Energetische Sanierungen im Mietwohnungsbestand sind ein zentraler Hebel der Wärmewende, ihre Umsetzung ist jedoch häufig mit Akzeptanzproblemen und Konflikten zwischen Mietenden und Vermietenden verbunden. Ziel des Projekts EnSanKoop ist es, ambitionierte energetische Sanierungen zu einem erfolgreichen Kooperationsmodell zu machen, von dem alle Beteiligten profitieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Steigerung von Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft sowie die Entwicklung praxistauglicher Modelle der Zusammenarbeit im professionell vermieteten Wohngebäudebestand.
MehrKWAPE
Kommunale Wärmeplanung zur Aktivierung privater Eigentümer:innen
- Mission Wärme
- Akzeptanz & Teilhabe
- Wärmewende
- Bürger:innen & Zivilgesellschaft
- Kommunen
- Wissenschaft
Im transdisziplinären Vorhaben KWAPE untersucht das Forschungsteam gemeinsam mit den beiden Praxiskommunen Elmshorn und Tübingen, welche Umsetzungsstrategien im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung sich für Eigenheimgebiete eignen. Eine wichtige Frage dabei ist, wie gemeinschaftliche Lösungen zur Umsetzung der Wärmeplanung beitragen können. Betrachtet werden organisatorische, technische und soziale Innovationen wie etwa semizentrale Systeme der Wärmeversorgung oder gebäudeübergreifende serielle Sanierungen.
MehrKontakt
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Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
10785 Berlin -
+49 30 884 5940
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julika.weiss(at)ioew.de