Das Projekt „Innovative Wärmeservice-Modelle“ verfolgt das Ziel, neue Wege aus dem Mieter-Vermieter-Dilemma bei energetischer Modernisierung aufzuzeigen. Dafür wurde das sogenannte „Fair-Miet-Modell“ entwickelt, das Kosten und Nutzen von Gebäudesanierungen gerecht auf Mieter:innen und Vermieter:innen verteilen und zu höheren Sanierungsraten beitragen will. Die Arbeitsgruppe am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat zur Veranschaulichung einen Erklärfilm entwickelt.
Erklärfilm: Das „Fair-Miet-Modell“ – so gelingt die Wärmewende
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Das Mieter-Vermieter-Dilemma besteht darin, dass der Vermieter für die Heizungsanlage und für die Gebäudehülle zuständig ist, der Mieter hingegen für die Regelung der Thermostate und das Lüften der Wohnung. Beide Seiten tragen auf diese Weise zum Energieverbrauch bei. Einsparungen von Energie und CO2 sind auf beiden Seiten möglich: Auf Seiten des Vermieters, indem er zum Beispiel auf regenerative Energieträger umstellt oder die Wohnungen besser isoliert. Auf Seiten des Mieters, indem er die Wohnung nicht überheizt und nicht durch Dauerlüften unnötig auskühlen lässt. Bisher bestehen hier einseitig nur für die Mieter finanzielle Sparanreize: Mit den aktuell gültigen Regeln der Heizkosten-Verordnung zahlen die Mieter die Kosten für die Energie, die zum Heizen des Hauses benötigt wird.
Hier gibt es mehrere Vorschläge, wie die Lasten und damit die Anreize zum Sparen angemessener verteilt werden können. Der Erklärfilm zur „Fair-Miete“ stellt das im Projekt entwickelte Teilwarmmietmodell vor.
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