Planwende durch die transdisziplinäre Integration regionaler und sozio-kultureller Faktoren in die Planung von Energiewende-Maßnahmen vor Ort
- Akzeptanz & Teilhabe
- Bürgerenergie
- Demokratie & Partizipation
- Infrastruktur & Flächennutzung
- Kommunikation & Narrative
- Soziale Gerechtigkeit
- Mission Energiesystem
- Bürger:innen & Zivilgesellschaft
- Kommunen
- Politik
- Verwaltung
Die aktuelle Energieforschung und Planungspraxis folgt überwiegend einem Top-down-Ansatz. Soziokulturelle und historische Aspekte der Flächennutzung sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung des örtlichen Landschaftswandels aus lokaler und regionaler Perspektive – also Bottom-up-Perspektiven – berücksichtigen die Planungsprozesse von Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EEA) nur unzureichend.
An dieser fehlenden Berücksichtigung lokaler Belange scheitern Planungsvorhaben häufig, da sich trotz der Dringlichkeit der Klimawende und einer beschleunigten Energiewende Widerstand gegen die Errichtung von Anlagen bildet. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit Praxisakteuren partizipative Ansätze zu entwickeln, die lokale und regionale Faktoren berücksichtigen. Auf diese Weise soll eine kontextsensitive Planung und Umsetzung von EEA gefördert werden.
Methoden und Vorgehen
In den drei Modellregionen Oberrhein, Ruhrgebiet und Vorpommern erarbeitet das Projektteam kollaborativ mit Planungsakteuren sowie weiteren gesellschaftlichen Akteuren Konzepte und Maßnahmen für die Beteiligung an Flächenausweisungen und Planungen zu EEA. Der Fokus liegt hierbei auf kulturellen, historischen und identitätsbezogenen Aspekten, die bislang kaum in Planungs- und Genehmigungsprozesse einfließen.
Methodisch werden neben einer Akteurs- und Kontextanalyse auch die regulatorischen Rahmenbedingungen analysiert sowie eine Potenzialanalyse für Wind und Solarenergie durchgeführt. Das methodische Herzstück ist die kollaborative Zusammenarbeit mit Praxisakteuren in „Planungslaboren“, die mit unterschiedlichen Workshopformaten ausgestaltet sind.
Ergebnisse und Wirkung
Das Projekt erarbeitet vielfältige Produkte, wie etwa einen „Energiekulturen-Atlas regionaler Energiewenden“. Dieser bietet einen Einblick in die drei Modellregionen und zeigt in leicht zugänglichen Perspektiven – von regionaler Identität bis hin zu Zukunftsvisionen – wie Menschen vor Ort die Energiewende erleben, gestalten und weiterdenken.
Laufzeit
Februar 2023 – Januar 2026
Projektleitung
- Dr. Melanie Mbah
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Öko-Institut, 79100 Freiburg
+49 761 452 952 37
m.mbah(at)oeko.de
Projektpartner
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Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM)
10179 Berlin -
Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
44135 Dortmund
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