Forschung zu Energiewende und Gesellschaft
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Forschungsprojekte aus dem Förderschwerpunkt „Energiewende und Gesellschaft“ vor. Sie können sie sich anzeigen lassen nach Themen und Forschungsmissionen aus dem BMWE-Energieforschungsprogramm.
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Die Projekte
Scheitern als Chance für die Energiewende
Juli 2024 - Juni 2026
Die Energiewende genießt breite gesellschaftliche Zustimmung, dennoch scheitern viele lokale Energiewendeprojekte aufgrund mangelnder Akzeptanz vor Ort. Das Forschungsvorhaben SCHACH untersucht systematisch die Faktoren, die zu solchen Misserfolgen führen, und analysiert, wie produktiv mit dem Scheitern umgegangen werden kann. Dabei konzentriert sich das Projekt auf Akzeptanz, Risikowahrnehmung und Allianzstrukturen. SCHACH prüft zudem die Hypothese, dass sich Akzeptanzmuster zur Energieversorgung im Zuge jüngster Krisen verändert haben. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen und neue Anforderungen an Kommunikationsstrategien zu ermitteln.
MehrPartizipative und sozialverträgliche Wärmewende im Quartier
November 2023 - Oktober 2026
Die Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung stellt die lokale Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen. Rund 56 Prozent des deutschen Energieverbrauchs entfallen auf Wärme, während der Anteil erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung bislang nur 14 Prozent beträgt. Um eine sozial gerechte und klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen, braucht es neue Lösungswege. Hier setzt das Projekt WÄRME4ALLE an: Ziel ist es, einen partizipativen und transdisziplinären Prozess zu entwickeln, der eine sozialverträgliche Wärmewende im Quartier ermöglicht und dabei Mieter:innen, Vermieter:innen und kommunale Akteur:innen gleichermaßen einbezieht.
MehrTransformative Partizipation für Erneuerbare Energie-Landschaften – Wertschöpfung, Beteiligung, Akzeptanz
September 2023 - August 2026
Klimaschutz, Strukturwandel und internationale Wettbewerbsfähigkeit erfordern es, die Transformation des Energiesektors zu beschleunigen – insbesondere in Regionen, die von fossiler Energiegewinnung oder energieintensiver Produktion geprägt sind. Diese Beschleunigung kann nachhaltig nur gelingen, wenn die demokratische Grundstruktur nicht durch negative Narrative geschwächt, sondern durch positive Identifikation, Verantwortungsübernahme und Beteiligung gestärkt wird. Zwar sieht die aktuelle Planung demokratische Beteiligungsmöglichkeiten vor. In formellen Beteiligungen können Bürger:innen individuelle „Einwendungen“ vorbringen. Doch Zustimmungen und positive Gestaltungskonzepte aus ihrer Sicht können hingegen meist kaum berücksichtigt werden. Ziel des interdisziplinären Projekts PartEEnschaften ist es, neue Ansätze für die gestaltende Einbindung von Bürger:innen in informellen Planungsverfahren zum Ausbau Erneuerbarer Energien (EE) zu entwickeln und zu erproben.
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Bedürfnisorientierte integrierte Gesamtlösungen bei der Installation von EE-Großanlagen für eine gesellschaftlich gestaltete Transformation
April 2023 - März 2026
Um die globale Klimakrise einzudämmen, ist ein schneller Ausbau erneuerbarer Energien (EE) erforderlich, der neben dezentralen kleinen Anlagen auch den großflächigen Ausbau von Photovoltaik und Wind umfasst. Das Projekt BigTrans möchte hierfür in einer transdisziplinären Projektentwicklung mit Bürger:innenbeteiligung eine koordinierte sowie faire, transparente und empathische Kooperation zwischen Kommunen, Projektentwickler:innen und lokalen Akteur:innen ermöglichen. An verschiedenen Standorten soll untersucht werden, welche technischen Gesamtlösungen im Umfeld von EE-Großprojekten nachhaltig in ländliche Regionen integriert werden können. Berücksichtigt werden dabei integrative technische Ansätze – etwa die Versorgung von E-Fahrzeugen, intelligente Wärmesysteme, neue sekundäre Energieträger, Mobilitätslösungen sowie versorgungssichere und resiliente Infrastrukturen – und wie diese in unterschiedlichen Ausführungen zusammenwirken.
MehrReduktion des Energieverbrauchs von Prosumern – Datenerfassung, -analyse und -visualisierung zur Unterstützung von Suffizienz bei Prosumer-Haushalten unter Berücksichtigung der Sektorkopplung
April 2023 - März 2026
Nach Plänen der Bundesregierung soll bis 2030 der Stromverbrauch zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Im Vergleich zum Jahr 2008 soll der Primärenergieverbrauch um 30 Prozent sinken. Privaten Haushalten kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Denn immer mehr Haushalte konsumieren nicht nur Energie, sondern produzieren sie selbst – sie sind Prosumer. Hierbei muss sichergestellt werden, dass Prosumer mit dem selbsterzeugten Strom sparsam umgehen, sich also suffizient verhalten. Dies ist bei immer komplexer werdenden ökonomischen und ökologischen Zielkonflikten und der vermeintlichen Unerschöpflichkeit erneuerbarer Energien jedoch nicht einfach.
MehrSocial Transformation of the Building Sector: Klimaneutraler und sozialgerechter Mehrfamilienhausbestand
März 2023 - Februar 2027
Die Bundesregierung hat das Ziel beschlossen, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Dies erhöht den Druck, fossile Energieträger zu ersetzen und klimafreundliche Lösungen im Gebäudesektor voranzubringen. Das Forschungsvorhaben STABLE entwickelt ein Energiekonzept für den deutschen Mehrfamilienhausbestand, das sowohl klima- als auch sozialverträglich ist.
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