Schafft E-Partizipation im Kontext der deutschen Energiewende mehr demokratische Legitimität durch mehr Input und Verfahrensgerechtigkeit, bessere Ergebnisse und von der Öffentlichkeit akzeptierte Umweltziele? In den letzten Jahren sind viele Formen der E-Partizipation entstanden, und es wurde Raum für Experimente mit visuellen und interaktiven Technologien geschaffen. Allerdings fehlt es an Forschungsarbeiten, die E-Partizipationstechnologien im Zusammenhang mit Energiewenden evaluieren. Diese Studie nutzt Interviews mit 33 Stakeholdern eines geplanten Windparkprojekts in Kombination mit Online-Umfrageergebnissen, um empirische Erkenntnisse über Einstellungen und Präferenzen gegenüber E-Partizipation zu gewinnen.
E-participation in energy transitions: What does it mean?
Chances and challenges within Germany's Energiewende
- Akzeptanz & Teilhabe
- Bürgerenergie
- Digitalisierung & KI
- Entscheidungsprozesse & Politik
- Infrastruktur & Flächennutzung
- Kommunikation & Narrative
- Soziale Gerechtigkeit
- Mission Energiesystem
- Mission Strom
- Mission Transfer
- Mission Wärme
- Bürger:innen & Zivilgesellschaft
- Kommunen
- Medien
- Politik
- Verwaltung
- Wirtschaft
- Wissenschaft
Einerseits beobachtet der Autor Offenheit gegenüber neuen Möglichkeiten für kreative Beiträge und visualisierungsbasierte Online-Tools und virtuelle Realitäten. Andererseits befürchten die Stakeholder Schwachstellen und stehen der Wirksamkeit von Online-Diskursen skeptisch gegenüber. Institutionelle Stakeholder sehen in erster Linie Risiken in der Bürger:innen beteiligung, während die Bürger:innen selbst die Vorteile erkennen. Ungenutztes Potenzial für kreative Beiträge, Deliberation und kollaborative Planung könnte genutzt werden, um die demokratische Legitimität zu erhöhen. In diesem Zusammenhang sind bessere Ergebnisse nicht gleichbedeutend mit der Akzeptanz von Ergebnissen, sondern können auch Änderungen oder sogar die Ablehnung von Plänen auf der Grundlage öffentlicher Präferenzen und Bedenken beinhalten. Dieses Potenzial bleibt jedoch weitgehend ungenutzt und erfordert die Bereitschaft zur Teilnahme, was Mobilisierungsstrategien erforderlich macht.
Herausgeber
Elsevier Inc.
Autor:innen
Radtke, Jörg
Erscheinungsdatum
2025
Erschienen in
Technological Forecasting & Social Change 210 (2025) 123839